Das Ende der historischen Autos

Neuland Elektromobilität

Die Automobil-Branche befindet sich im Umbruch und erfindet sich neu: nahezu alle Hersteller setzen auf Elektroantriebe. Hand in Hand mit der Einführung dieser Technologie müssen sich etablierte und klassische Automobil-Hersteller wie VW oder Toyota in einem Technologiebereich zurechtfinden, den sie bisher gar nicht oder nur marginal selber in ihre Autos integriert haben: Software.

Hat man bisher Zulieferer mit der Aufgabe beauftragt, Software für diverse Anforderungen wie Navigation zu programmieren, merken die Etablierten, dass sie in diesem Bereich Know-How aufbauen müssen, um nicht noch mehr von Auto-Software-Pionieren wie Tesla abgehängt zu werden.

Wo Tesla den alten Herstellern bei der Batterie immer noch voraus ist, ist die Kunst die Batterietechnik so mit Software in Griff zu bekommen, dass man maximal performant und ausgewogen die Batterien nutzt.

Mein Prognose für die Zukunft: es werden immer weniger Oldtimer dazukommen. Der Grund ist relativ einfach. Durch die hohe technische Komplexität und schnellen Alterung der Komponenten, die verbaut werden, werden diese Komponenten nicht mehr für Jahrzehnte vorrätig sein und somit werden Autos dasselbe Schicksal erleiden wie schon sämtliche iPhone Modelle bis Version 11: für sie gibt es keine Ersatzteile mehr und die Software wird nicht mehr aktualisiert, sodass diese Geräte nicht mehr nutzbar sind.

Aber was bedeutet die neu hinzugekommene Komplexität für Oldtimer?

Auf heutigen Oldtimerveranstaltungen haben Autos aus den 1990ern, obwohl sie offiziell schon zu den Oldtimern gehören, keinen Platz mehr. Sie kommen den Veranstaltern als zu modern vor und haben oft den Charm eines Oldtimers der 1970er und 1980er noch nicht erreicht.

Der Elektro-Oldtimer

Wie allseits bekannt, bekommt ein Automobil erst mit 30 Jahren die Chance, als Oldtimer eingestuft zu werden und muss dabei diverse Kriterien wie Originalität, etc. erfüllen. Aktuell häufige Oldtimer, wie VW Käfer, Porsche F- und G-Modelle, haben früh ihre Liebhaber gefunden, die sie über 30 Jahre hinweg gehegt und gepflegt haben, weswegen sie diese lange Zeitspanne überleben konnte.

Der VW Käfer ist mit Sicherheit eine Ausnahme, aber teurere und exklusivere Modelle von Porsche oder Mercedes hatten es einfach, 30 Jahre zu überleben, weil ihre Besitzer das nötige Kleingeld hatten, ihre Autos regelmäßig zu warten.

Jaguar XJS

Jaguar XJS (Copyright Miroslav Grgic)

Bugatti Chiron

Bugatti Chiron (Copyright Miroslav Grgic)

Rimac Nevera

Aufgrund der Exklusivität und des Preises ein Kandidat für einen Oldtimer: Rimac Nevera. Fraglich ist allerdings, ob der Rimas Nevera im Jahr 2051 noch fahren wird. (Foto: MrWalkr, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Tesla Model S

Kein Kandidat für einen Oldtimer: Tesla Model S (Foto: Granada, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Als Software-Entwickler weiß ich: Software und Hardware altert heutzutage schneller als je zuvor. Die Anzahl an Android- und iPhone-Handys, die nicht aufgrund fehlender Software-Updates oder zu langsamer Prozessoren und Speicher mehr nutzbar sind, steigt stetig. Ein riesiger Haufen Elektroschrott – ein Effekt, der sich auf heutige (Elektro-)Autos genauso auswirken wird.

Neue Sports Cars App-Version in Vorbereitung

Aufgrund häufiger Anfragen wird es bald eine neue Version der Sports Cars Service App geben, die neben den luftgekühlten 911er folgende Modelle enthält:

  • 996
  • 924
  • 944
  • 928
  • 968
  • 356
  • 914/4 und /6

Als weitere Neuerungen sind geplant:

  • das Hochladen von beliebigen Dokumenten, wie z.B. Rechnungen, für die Dokumentation
  • das Hochladen eigener Fotos
  • der Aufbau eines Marktplatzes

Luftgekühlte 911er mit modernen Fahrwerken

Neben den damals oft original verbauten Bilstein-Dämpfern gibt es im Moment auf dem Markt von einigen Herstellern wie Bielstein und KW aktuelle und moderne Systeme in unterschiedlichen Ausprägungen (Straße, Sportlich, Rennstrecke). Diese sollen die Fahreigenschaften deutlich verbessern.

Wer hat welche Erfahrungen mit modernen Fahrwerken und Dämpfersystemen gemacht?

Wer ist der Meinung, dass ein modernes Fahrwerk nicht in die alten 911er gehört, weil es das klassische Fahrerlebnis stört?

Emails bitte an: app@seleven.de

Motorölempfehlungen

Jede freie Porsche-Werkstatt hat ihre eigene Religion, wenn es darum geht, das Motoröl für den Motorölwechsel auszuwählen. Manch eine Werkstatt bedient sich bei dem Motoröl, dass Porsche in seinen Autohäusern verkauft. Andere Werkstätten, die vor allem Erfahrungen im Motorsport gesammelt haben, schwören auf Schmierstoffe anderer Hersteller oder eigenen Mischungen.

Bei meinem 911 SC wechsle ich alle 2 Jahre das Motoröl und zwar bevor ich ihn im Dezember einmotte. Motoröl: Liqui Moly 10W60.

Wie sind eure Erfahrungen? Was benutzt ihr? Wie oft oder nach wieviel Kilometern wechselt ihr das Öl?

Erfahrungen bitte an: app@seleven.de

Der neue Porsche 911 – mit 3.0 Liter Boxermotor

Auf der IAA gab es letzte Woche wieder viele neue Autos zu bewundern. Auf dem Porsche-Stand wurde vor allem der neue Porsche 911 (Facelift 991) vorgestellt.

Die größte Änderung, die es jemals bei einem Facelift gab, lag diesmal unterhalb der Karosserie – nämlich beim Motor: Porsche hat sich beim 911 Carrera vom Saugermotor verabschiedet und verbaut jetzt auch im Carrera einen Turbomotor.

Jeder wird seine eigene Meinung zu diesem Schritt (oder kann man es Revolution nennen?) haben, aber mich bringt es zum Schmunzeln, dass im Porsche 911 wieder ein 3.0-Liter Motor schlägt, so wie in meinem Porsche 911 SC von 1980.

Nordschleife pur 2015

Auch dieses Jahr wurde die „Nordschleife pur“ auf der berühmten Rennstrecke in der Eifel ausgetragen. Dabei handelt es sich nicht um ein Rennen, sondern um eine Touristenfahrt, die allerdings nur für Oldtimer und Youngtimer freigegeben wird.

Wie in den letzten Jahren üblich übertraf die Anzahl an Porsche Fahrzeugen bei weitem die der anderen Automarken. Zum Glück hat es nicht geregnet, wodurch viele Oldtimer bis an ihren Grenzenbereich gefahren werden konnten. Ein Unfall kurz vor dem Ende der Veranstaltung führte zum Abbruch. Die beiden Insassen haben den Unfall mittlerweile gut überstanden.

Sportwagen gehören auf die Rennstrecke

Ich habe die Tage das Vergnügen gehabt, den neuen Ford Mustang V8, 5.0liter, 435 PS (US-Modell) zu fahren und es ist das PS-stärkste Auto, das ich jemals fahren durfte. Ich habe ein Vorserienmodell gefahren und durfte ihn nach eigenem Ermessen ohne Rücksicht auf Bremsen-, Reifen- und Autoverschleiß über Landstraßen und Autobahnen prügeln. Aufgrund dieser Erfahrung habe ich meine Meinung zu einem täglich nutzenden Sportwagen und dem ewigen Wunsch nach noch schnelleren Autos geändert.

Vorneweg muss man über mich wissen: ich bin ein Autonarr seitdem ich denken kann, hatte fast immer heckgetriebene Autos, fahre eigentlich immer zu schnell (geradeaus und vor allem in Kurven), fahre bei Gelegenheit gerne auf der Nordschleife (Simulator und mit meinem 911SC), ergötze mich sowohl in Zeitschriften, als auch live auf Messen an schnellen und schönen Autos und … ich cruise äußerst selten.

Ich lese viele Autozeitschriften und gerade dort wird einem mit jedem Artikel über einen Sportwagens suggeriert, dass es normal ist, Kurven pervers übersteuernd zu nehmen und reifenvernichtend durch die Gegend zu heizen. Wer von uns hat das mal mit einem guten, teuren Satz Reifen gemacht? Auf welcher Landstraße geht das schon, wenn man nicht weiß, was hinter der nächsten Ecke kommt? Wo übt man das Übersteuern? Die Autoren knallen mit Überschallgeschwindigkeit durch Gegenden, für die der Normalbürger Urlaub einreichen muss, um dorthin zu kommen und er müsste die lokale Polizei zum Sperren der Landstraßen überreden, um jedes fremdausgelöste Risiko auszuschließen.

Nach dieser Probefahrt bin ich der Meinung, dass man Sportwagen auch als solche ansehen sollte und deswegen bringen sie auch nur etwas auf der Rennstrecke. Im normalen Straßenverkehr verkommen sie zu gelangweilten und eingebremsten HighTech-Maschinen. Das merkt man sehr deutlich, wenn man im innerstädtischen Verkehr etwas zu beherzt aufs Gaspedal drückt und das Monster erwacht. Der Mustang, wie auch die anderen 400+ PS Fahrmaschinen, sind eigentlich Waffen, weil sie besonders auf Landstraßen zu schnell, zu explosiv und wegen der Enge und Unübersichtlichkeit des Streckenverlaufs zu gefährlich sind. Ich habe es etwas übertrieben und bin froh, dass ich ohne Unfall davongekommen bin.

Ich verstehe, dass sich die Hersteller in einem Leistungsteufelskreis befinden, um sich gegenseitig zu toppen (0-100km/h, Topspeed, PS, Drehmoment), aber bei mir ist die Flamme nach einem eigenen PS-Monster etwas erloschen. Für den täglichen Bedarf brauche ich keine 300PS oder mehr. Ehrlich gesagt, vergeht einem auch nach einer Weile die Freude am dauernden Wechsel zwischen Kickdown und Vollbremsung, weil im Straßenverkehr einfach zu viele Risiken lauern: Menschen, Tiere, Blitzer und ausgehender Asphalt. Stattdessen werde ich in Zukunft eher einen Sportwagen für die Rennstrecke mieten und ihn dort seiner Bestimmung zuführen, ohne jemanden im normalen Straßenverkehr zu gefährden.

Kurze Zeit nachdem ich meinen Porsche 911SC (180PS) erworben hatte und schon einige Kilometer mit ihm gefahren bin, hatte ich das Gefühl, dass ich zu wenig PS hinter mir hatte, vor allem aus dem Drehzahlkeller heraus. Heute denke ich, dass dieses Modell eine gute Wahl ist. Ich kann mit ihm ebenso Adrenalin-ausschüttend über Landstraßen heizen, immer wissend, dass bei einem Fahrfehler oder Fremdeinfluss mir weder ABS noch ESP helfen werden. Wenn er einmal die 3500 U/min. geknackt hat, dann kommt auch in ihm das Gefühl nach ausreichender Beschleunigung und der Motor klingt bei einem Porsche 911SC wunderbar nach Sportwagen.
Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren…

Euer Miki

Neue Porsche Turbo Tacho App

Seit dem 28.02.2015 gibt es die im Android Play Store die „Classic Speedometer“ App, die das Tacho des Porsche Turbo (930) mit korrekter Geschwindigkeit analog und digital anzeigt. Die Geschwindigkeit wird per GPS ermittelt.

iphone960x640

 

Hier der Link: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.sportscarsapp.speedometer

Die iOS-Variante braucht – wie von Apple gewöhnt – ein paar Tage länger, bis sie freigeschaltet wird.